„Dmitri Shostakovich“

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Cellokonzert Nr.1 op.107 (1906-1975)

Cellosonate Nr.1 op.40"

Cellosonate op.40

Emmanuelle Bertrand, Violoncello

Pascal Amoyel, Klavier

BBC National Orchestra of Wales - Pascal Rophé, Leitung

Preis der deutschen Schallplattenkritik 3/13

choc de classica; le choix de france musique

 

Sie ist weder vom Programm her außergewöhnlich, noch sticht sie durch die Mitwirkung „großer Namen“ der aktuellen Interpretenszene hervor. Aber in dieser Aufnahme mit dem ersten Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch trifft das charaktervoll artikulierende, anspringend lebendige Musizieren der Französin Emmanuelle Bertrand glücklich zusammen mit einer adäquat farbigen Orchesterleistung unter Leitung ihres bei uns noch wenig bekannten Landsmanns Pascal Rophé und einer räumlich hervorragend tiefengestaffelten Aufzeichnung. Die Darstellung der Sonate op. 40 überzeugt durch die Homogenität eines seit langem aufeinander eingespielten Duos. (Preis der deutschen Schallplattenkritik: Ingo Harden)

„Alle Achtung! Die französische Cellistin Emmanuelle Bertrand legt eine Interpretation von Dmitrij Schostakowitschs erstem Cellokonzert vor, die es an Ausdrucksintensität und permanenter Hochspannung mit der Mstislaw Rostropowitschs, dem Widmungsträger des Werks, unbedingt aufnehmen kann. Anders als etwa Sol Gabetta in ihrer jüngst erschienenen Live-Einspielung aus München misstraut Bertrand dem vordergründig lustigen Tonfall der Ecksätze und zeigt vom ersten Takt an die Zähne, verbeißt sich, um bei der Analogie zu bleiben, in die rhythmischen Vertracktheiten der Komposition und beweist mit oft kratzig aufgerautem Ton durchaus auch Mut zur Hässlichkeit - wobei die von ihr kultivierten Extremwerte durchweg in der Partitur verankert sind, nicht etwa von außen aufgepfropft.

Andererseits ist die Cellistin auch in der Lage, sich, im zweiten Satz etwa, bis zur Tonlosigkeit zurückzunehmen und so den einsamen. sinnierenden Charakter des Satzes adäquat abzubilden. Unterstützt wird sie dabei vom hervorragend aufeinander eingespielten BBC-Orchester aus Wales und einer Klangtechnik, die das intrikate orchestrale Geflecht in dreidimensionaler Schärfe abbildet und das Cello als ,,Primus inter Pares" ins Geschehen integriert.“ (Fono Forum, Juni 2013)